In Gedenken an das Spielwarengeschäfts Baader

Jahrzehnte war das Spielwarengeschäft Baader ein unumstößlicher Bestandteil der Badener Geschäftswelt. Für Generationen von Kindern bildeten die bunten Buchstaben die Symbole für einen Sehnsuchtsort. Wie viel Freude und aufgeregtes Glück wurde in diesem Traditionsgeschäft den kleinen Kunden bereitet - sicherlich auch das eine oder andere Mal mit einem vor Freude tränenden Auge.

Nun verschwindet das Gebäude demnächst für immer. Der Schriftzug bleibt aber erhalten und wird im Kaiser Franz Josef-Museum aufbewahrt, um bei einer passenden Sonderschau vielleicht wieder ein Glücksgefühl zu schaffen, wenn die Besucherin oder der Besucher sich plötzlich wieder in die Kindheit zurückversetzt fühlt und sich dabei an sein geliebtes Spielzeug erinnert und man die Welt noch mit kindlichen Augen gesehen hat.

Letztendlich waren die Bemühungen der Museumskollegen nicht umsonst. Auch wenn sich beim ersten Anlauf die Anfangsbuchstaben noch nicht gleich von ihrem 60 Jahre innegehabten Wohnsitz entfernen lassen wollten. Aber letztendlich waren die "FB"-Jäger erfolgreich, die Demontage aufwändiger als man vermuten könnte, aber Zweto und Dominik ließen unter Mithilfe von Hannes nicht locker!  Franz Baader am Geschäft ist nur mehr ein Schatten seiner selbst...

Von der Tochter des ehemaligen Vorstandsdirektors der Wiener Lokalbahnen, Rudolf Sima, wurde uns die Chiffre des Unternehmens, dass einst am Hofsalonwagen montiert war übergeben.
Dieses wurde Direktor Sima bei seinem Abschied in den Ruhestand 1987 geschenkt.

Nun ist dieser tolle Jugendstil-Schriftzug, der eine Legende unter den Schienengesellschaften repräsentiert, wieder in Baden und wird stolz bis zu einer passenden Sonderschau verwahrt.

Rückblick auf unseren Saisonabschluss mit dem Vortrag: - Der Krieg endet, das Grauen bleibt -

Mit dem  Vortrag des Historikers Dominik  Zgierski im Kaiser Franz Josef-Museum, dessen Vorstandsmitglied er auch ist, wurde die Saison dieser Institution für 2025
mehr oder weniger abgeschlossen.
Die Veranstaltung war ausgezeichnet besucht und hat viele interessante, aber auch erschütternde Aspekte der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Baden aufgezeigt.
Gräuel der abziehenden deutschen Truppen genauso, wie jene der vermeintlichen sowjetischen "Befreier". Vor allem viele Bürger der Stadt haben in diesen chaotischen Umbruchstagen Chancen gesehen, sich ihre Situation auf Kosten von Anderen zu verbessern.
Der in diesem Themenbereich schon seit Jahren akribisch forschende Zgierski
konnte auch noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantworten.
Ebenso der eine oder andere Zeitzeuge, von denen es immer weniger gibt,
hat seine persönlichen Erlebnisse und Eindrücke aus dieser Zeit,
in der fast jeder um sein Leben fürchten musste, geschildert.